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2. Oktober 2020

Die Freunde greifen zum Hörer

Der Förderverein traf sich zu seiner jährlichen Mitgliederversamllung – diesmal nicht im dzb lesen, sondern am Telefon. Und es war voll in der Leitung.


Jedes Jahr im Herbst treffen sich die Mitglieder unseres Fördervereins, um die jährliche Mitgliederversammlung abzuhalten – diesmal geschah das am 16. September. Solch eine Versammlung ist im Vereinsrecht verankert und dient dazu, die Tätigkeiten des letzten Jahres zu besprechen, einen Einblick in die finanzielle Lage des Vereins zu bekommen und um schließlich den Vorstand zu entlasten, aber nicht zwingend zu entlassen.

Der Vereinsvorstand hatte sich schon früh entschlossen, die Mitgliederversammlung in diesem Jahr, bedingt durch die Corona-Pandemie, als Telefonkonferenz durchzuführen. Natürlich war das für die meisten Mitglieder eher ungewöhnlich und neu, aber letztendlich muss man feststellen, dass eine Telefonkonferenz durchaus einige Vorteile bietet. So zum Bespiel haben die Freunde des barrierefreien Lesens Mitglieder in ganz Deutschland, die selten oder nie zu der jährlichen Versammlung anreisen konnten.

Dieses Mal konnte man sich unkompliziert einwählen und Mitglieder begrüßen, die zum ersten Mal bei der jährlichen Versammlung dabei waren. Außerdem ist bei einer telefonischen Konferenz eine strukturierter Ablauf und eine gute Moderation sehr entscheidend – wird das gewährleistet, kann man sehr schnell und klar die Punkte der Tagesordnung abarbeiten und gelangt schnell zu Ergebnissen.

Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass hier natürlich auch der Nachteil liegt: Vereinsarbeit ist soziale Arbeit von und mit engagierten Menschen und die funktioniert vor allem dann, wenn ein persönlicher Austausch möglich ist. Dann mag zwar die eine oder andere Diskussion schon mal ausufern, aber auch das ist wichtig und schafft nicht selten Raum für neue spannende Idee.

Wie auch immer, die Freunde des barrierefreien Lesens konnten es sich in diesem Jahr nicht aussuchen, denn Gesundheit geht vor. Hier kann man den Tätigkeitsbericht des Jahres 2019 lesen und bekommt einen Überblick über die vielseitigen und umfangreichen Themen, die der Förderverein bearbeitet. Er informiert über die unterschiedlichen Projekte des dzb lesen, die der Förderverein unterstützt.  So wird zum Beispiel von den vielen Führungen und Braillekursen für Groß und Klein berichtet, sowie von einem fahrenden Informationsmobil und einem taktilen Kinderbuch aus Addis Abeba. Dazu werden Projekte des dzb lesens erwähnt, die der Förderverein mitfinanziert hat und teure Maschinen, die der Förderverein für das dzb lesen gekauft hat.

Letztendlich wurde alles von der Kassenprüferin und den Vereinsmitgliedern geprüft und der Vorstand konnte ohne Anmerkungen entlastet werden. Aber wie bereits erwähnt, entlasten heißt nicht entlassen, weshalb unser Vorstand noch ein weiteres Jahr im Amt bleiben wird. Unsere engagierte Vereinsvorsitzende Frau Dr. Deimig wies jedoch darauf hin, dass sie im nächsten Jahr als Vorsitzende ausscheiden und in die wohlverdiente Rente gehen wird. Eine unter vielen Aufgaben des Fördervereins in den nächsten Monaten wird also die Suche nach einem engagierten neuen Vereinsvorstand sein.

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